Sonnenbrand und empfindliche Haut: Welche Pferde im Spätsommer besonders gefährdet sind

Sonnenbrand und empfindliche Haut: Welche Pferde im Spätsommer besonders gefährdet sind
Auch wenn die größte Sommerhitze langsam nachlässt, bleibt die Sonneneinstrahlung im Spätsommer oft noch intensiv – gerade an klaren Tagen mit hohem UV-Index. Während viele Pferde damit kaum Probleme haben, reagieren manche empfindlich: gerötete Haut, Schuppenbildung oder sogar schmerzhafte Blasenbildung sind mögliche Folgen. Wer weiß, welche Pferde besonders gefährdet sind, kann rechtzeitig gegensteuern, statt erst zu reagieren, wenn die Haut bereits geschädigt ist.

Warum manche Pferde anfälliger sind als andere

Entscheidend für das Sonnenbrandrisiko ist vor allem die Pigmentierung der Haut. Bereiche ohne schützendes Pigment – meist zu erkennen an weißem oder rosa-farbenem Fell beziehungsweise heller Haut – bieten der UV-Strahlung deutlich weniger Widerstand als dunkel pigmentierte Areale.
Besonders betroffen sind daher:
Schimmel und Pferde mit hohem Weißanteil, etwa an Blesse, Nüstern oder Beinen
Pferde mit rosa pigmentierten Bereichen um die Augen oder am Maul, da diese Haut besonders dünn und empfindlich ist
Pferde mit lichtempfindlichen Reaktionen (Photosensibilisierung), die durch bestimmte Pflanzen, Medikamente oder Lebererkrankungen ausgelöst werden können und die Sonnenempfindlichkeit der Haut zusätzlich erhöhen
Aber auch dunkel pigmentierte Pferde sind nicht automatisch geschützt: Nach dem Scheren freigelegte Haut oder Bereiche mit dünnem Fell können ebenfalls empfindlich auf intensive Sonneneinstrahlung reagieren.

Woran du einen beginnenden Sonnenschaden erkennst

Ein Sonnenbrand beim Pferd zeigt sich zunächst oft unauffällig: leichte Rötung, minimal warme Haut oder ein Pferd, das empfindlich auf Berührung an den betroffenen Stellen reagiert. Bleibt die Belastung bestehen, können sich Schuppung, Risse oder in ausgeprägten Fällen sogar Blasen bilden. Besonders die Nüstern, die Augenpartie und unpigmentierte Fesselbereiche verdienen in dieser Jahreszeit einen genaueren Blick.

Praktische Vorbeugung im Spätsommer

Schatten anbieten. Ein Unterstand oder schattige Bereiche auf der Weide geben Pferden die Möglichkeit, der intensivsten Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden auszuweichen.
UV-Schutz gezielt einsetzen. Spezielle Sonnenschutzprodukte für Pferde oder leichte, atmungsaktive Ausrüstung mit UV-Schutz können empfindliche Bereiche wie die Nüstern schützen.
Weidezeiten anpassen. Wenn möglich, empfindliche Pferde in den sonnenintensiven Mittagsstunden im Schatten oder Stall lassen und die Weidezeit auf morgens und abends verlegen.
Auf Wechselwirkungen achten. Manche Pflanzen und Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Bei ungewöhnlich starker Reaktion auf Sonne lohnt sich die Rücksprache mit dem Tierarzt.

Die Haut von innen unterstützen

Neben dem äußeren Schutz spielt auch die innere Widerstandsfähigkeit der Haut eine Rolle. UV-Strahlung begünstigt die Bildung freier Radikale im Gewebe, die Zellstrukturen zusätzlich belasten können – ein Mechanismus, der eng mit dem Thema oxidativer Stress zusammenhängt, das gerade in den Sommermonaten viele Pferde betrifft. Antioxidantien wie Vitamin C tragen dazu bei, diesen Belastungen entgegenzuwirken und die Zellen zu unterstützen. Eine gezielte Versorgung, etwa mit Liposomal Vitamin C, kann daher gerade bei sonnenempfindlichen Pferden sinnvoll sein, um den Körper von innen zu stärken – als Ergänzung zum äußeren Sonnenschutz, nicht als Ersatz dafür.

Fazit

Sonnenempfindliche Haut ist im Spätsommer kein Randthema – gerade helle Pferde oder solche mit unpigmentierten Bereichen brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit. Eine Kombination aus Schattenmanagement, gezieltem UV-Schutz und einer unterstützenden Versorgung von innen hilft, Sonnenschäden vorzubeugen, bevor sie überhaupt entstehen.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei bestehenden Hautveränderungen oder Verdacht auf Photosensibilisierung sprich das Vorgehen mit deinem Tierarzt ab.

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