Husten beim Pferd im Herbst: Wie Heu, Staub und Stallklima die Atemwege beeinflussen

Husten beim Pferd im Herbst: Wie Heu, Staub und Stallklima die Atemwege beeinflussen - B.H. Products GmbH

Sobald die Pferde mehr Zeit im Stall verbringen, steigt die Staubbelastung. Fenster bleiben zu, Heu liegt direkt neben der Box, und beim Misten wirbelt es. Für die empfindlichen Atemwege eines Pferdes ist das eine Dauerbelastung, die sich oft erst durch Husten beim Anreiten bemerkbar macht.

 

Warum Pferde so empfindlich sind

Sobald die Pferde mehr Zeit im Stall verbringen, steigt die Staubbelastung. Fenster bleiben zu, Heu liegt direkt neben der Box, und beim Misten wirbelt es. Für die empfindlichen Atemwege eines Pferdes ist das eine Dauerbelastung, die sich oft erst durch Husten beim Anreiten bemerkbar macht.

 

Woran du Atemwegsprobleme erkennst

  • Husten, besonders beim Fressen, Anreiten oder morgens
  • Nasenausfluss
  • schnellere oder angestrengte Atmung
  • nachlassende Leistung, schnelles Ermüden
  • bei schweren Fällen: sichtbare Bauchatmung

Hält Husten länger als ein bis zwei Wochen an oder wird die Atmung angestrengt, gehört das tierärztlich abgeklärt.


Was du beim Heu tun kannst

  • Gute Qualität: Heu sollte frisch riechen und nicht staubig oder muffig sein. Im Zweifel hilft eine Heuanalyse.
  • Wässern: Etwa 10 bis 30 Minuten wässern bindet Staub. Zu langes Wässern kostet allerdings Nährstoffe.
  • Dämpfen: Das reduziert Keime und Sporen besonders gründlich und ist für empfindliche Pferde eine Option.
  • Richtig lagern: Trocken und luftig, möglichst nicht direkt über oder neben den Boxen.


Stallklima und Einstreu

  • Lüften: Frische Luft ist wichtiger als Wärme. Pferde kommen mit Kälte meist besser zurecht als mit schlechter Luft.
  • Einstreu: Staubarme oder entstaubte Späne sind günstiger als Stroh.
  • Misten: Wenn möglich, nicht in Anwesenheit des Pferdes, oder das Pferd währenddessen draußen lassen.
  • Reithalle: Regelmäßig bewässern, damit der Boden nicht staubt.
  • Bewegung an der frischen Luft: Weide, Paddock und Offenstallhaltung entlasten die Atemwege deutlich.


Und das Immunsystem?

Eine gute Grundversorgung ist im Herbst ohnehin sinnvoll. Wie Vitamin C dabei eine Rolle spielen kann, steht in unserem Beitrag Immunsystem stärken vor dem Winter. Gegen Staub und Sporen hilft aber vor allem sauberes Management.

 

Zusammenfassung

  • Staub, Sporen und Milben aus Heu und Einstreu belasten die Atemwege, besonders bei Stallhaltung.
  • Typische Hinweise sind Husten, Nasenausfluss und nachlassende Leistung.
  • Wässern oder Dämpfen von Heu, staubarme Einstreu und gute Lüftung sind die wirksamsten Maßnahmen.
  • Bei anhaltendem Husten oder angestrengter Atmung zum Tierarzt.

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