Sommerweide beim Pferd: Welche Nährstoffe können jetzt knapp werden?
Sommer auf der Weide – reicht frisches Gras für eine optimale Versorgung?
Wenn die Temperaturen steigen und die Weidesaison in vollem Gange ist, verbringen viele Pferde den Großteil des Tages auf der Koppel. Saftiges Gras, viel Bewegung und frische Luft – das klingt nach den idealen Bedingungen für eine artgerechte Haltung. Doch bedeutet eine grüne Sommerweide automatisch auch, dass das Pferd mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist?
Die Antwort lautet: Nicht unbedingt. Denn auch hochwertiges Weidegras kann – abhängig von Bodenbeschaffenheit, Witterung, Pflanzenbestand und Nutzungsintensität – Schwankungen in seiner Nährstoffzusammensetzung aufweisen. Besonders Pferde mit erhöhtem Leistungsbedarf oder speziellen Anforderungen können von einer gezielten Ergänzung profitieren.

Was liefert die Sommerweide – und wo liegen ihre Grenzen?
Frisches Gras ist eine wertvolle Futtergrundlage. Es enthält Energie, Rohfaser, Wasser sowie zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Gleichzeitig verändert sich seine Zusammensetzung jedoch im Laufe der Saison. Faktoren wie Trockenperioden, intensive Sonneneinstrahlung oder nährstoffarme Böden können den Gehalt einzelner Nährstoffe beeinflussen.
Während der Energiebedarf vieler Freizeitpferde im Sommer gut gedeckt wird, gilt das nicht automatisch für alle Vitamine, Spurenelemente oder essenziellen Aminosäuren.
Diese Nährstoffe verdienen besondere Aufmerksamkeit
Essenzielle Aminosäuren
Aminosäuren sind die Bausteine der Muskulatur und spielen außerdem eine wichtige Rolle für Hufe, Haut, Fell und den gesamten Stoffwechsel. Besonders Lysin, Methionin und Threonin zählen zu den essenziellen Aminosäuren – der Körper kann sie nicht selbst bilden und muss sie über die Nahrung aufnehmen.
Vor allem Sportpferde, Jungpferde oder Pferde im Muskelaufbau haben einen erhöhten Bedarf. Reicht die Versorgung nicht aus, können sich Muskelaufbau und Regeneration verlangsamen.
Spurenelemente
Auch Spurenelemente sind unverzichtbar. Dazu gehören unter anderem:
- Zink – wichtig für Haut, Fell und Hufe
- Kupfer – unterstützt Bindegewebe und Knorpel
- Selen – trägt zum Zellschutz und zur Muskelfunktion bei
- Mangan – beteiligt am Knochenstoffwechsel
Der Gehalt dieser Spurenelemente hängt stark vom jeweiligen Boden ab und kann regional erheblich variieren.
Vitamine und Antioxidantien
Während frisches Gras viele Vitamine enthält, steigt der Bedarf bestimmter Nährstoffe unter Belastung deutlich an. Intensive Trainingseinheiten, Turniere, Transporte oder hohe Außentemperaturen können den oxidativen Stress im Körper erhöhen. Antioxidative Nährstoffe unterstützen den Organismus dabei, freie Radikale zu neutralisieren und die Regeneration zu fördern.
Welche Pferde haben einen höheren Nährstoffbedarf?
Nicht jedes Pferd benötigt die gleiche Versorgung. Besonders aufmerksam sollten Besitzer folgender Pferde sein:
- Sport- und Turnierpferde
- Jungpferde im Wachstum
- Zuchtstuten und Hengste
- Senioren
- Pferde im Muskelaufbau
- Pferde mit erhöhtem Trainingspensum
- Pferde im Fellwechsel
Bei diesen Tieren kann eine individuell abgestimmte Ergänzung sinnvoll sein, wenn der Bedarf über das Grundfutter allein nicht vollständig gedeckt wird.
Woran lässt sich eine unzureichende Versorgung erkennen?
Ein Nährstoffmangel entwickelt sich häufig schleichend. Mögliche Hinweise können sein:
- langsame Regeneration nach Belastung
- nachlassende Leistungsbereitschaft
- erschwerter Muskelaufbau
- stumpfes oder glanzloses Fell
- brüchige Hufe
- erhöhte Infektanfälligkeit
- allgemeine Mattigkeit
Diese Anzeichen können verschiedene Ursachen haben. Eine genaue Beurteilung sollte daher immer im Gesamtkontext der Fütterung und des Gesundheitszustands erfolgen.
Ergänzungsfuttermittel – gezielt statt pauschal einsetzen
Ergänzungsfuttermittel ersetzen keine ausgewogene Grundfütterung. Sie können jedoch helfen, den individuellen Bedarf eines Pferdes gezielt zu decken, wenn bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden.
Besonders bei leistungsorientierten Pferden oder in Phasen mit erhöhtem Stoffwechsel kann eine bedarfsgerechte Versorgung mit hochwertigen Aminosäuren und gut verfügbaren Mikronährstoffen dazu beitragen, Muskulatur, Regeneration und allgemeines Wohlbefinden zu unterstützen.
Woran lässt sich eine unzureichende Versorgung erkennen?
Ein Nährstoffmangel entwickelt sich häufig schleichend. Mögliche Hinweise können sein:
- langsame Regeneration nach Belastung
- nachlassende Leistungsbereitschaft
- erschwerter Muskelaufbau
- stumpfes oder glanzloses Fell
- brüchige Hufe
- erhöhte Infektanfälligkeit
- allgemeine Mattigkeit
Diese Anzeichen können verschiedene Ursachen haben. Eine genaue Beurteilung sollte daher immer im Gesamtkontext der Fütterung und des Gesundheitszustands erfolgen.
Nicht nur die Menge der enthaltenen Nährstoffe eine Rolle, sondern auch ihre Bioverfügbarkeit – also wie gut der Körper sie tatsächlich aufnehmen und verwerten kann.





